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Infos und Neuigkeiten zu Yoga, Meditation, Ayurveda und Spiritualität. Artikel von Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya

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Gerechter Zorn?

Es gibt sogar Leute, die benennen die dann und vielleicht sogar jetzt unterscheiden, „Das ist jetzt gerechter Zorn.“ Irgendwo habe ich mal so etwas gehört, manche nennen das dann Zorro, den Rächer für die Gerechtigkeit oder den Kämpfer für die Gerechtigkeit. Der steht jetzt auf und ist bereit, allen die Köpfe abzuschlagen. Der steht jetzt auf. Gut, ihn anzuerkennen, „Der meint es gut und der will was Gutes, aber er ist nicht der einzige in mir.“ Und dann könnte also Buddhi auch so fragen, „Aha, Teammitglied Ärger hat sich gerade gemeldet, wen gibt es da noch?“ Und dann stellt man vielleicht fest, „Ja, da ist auch noch Verständnis. Ist auch noch da. Hat ja irgendwo den Grund und ist auch noch da.“ Und so könnte man eben, ist auch noch eine Möglichkeit, die vielleicht ein bisschen komplexer ist als die vorigen, wo man eben wie so eine innere Teamkonferenz einberuft. Das kann sehr blitzschnell ablaufen und manchmal hat man auch nicht viel Zeit. Gut, manchmal muss man auch einfach sich verabschieden kurz und sagen, „Ja, wissen Sie, ich habe jetzt gerade keine Zeit, etwas Dringendes wartet.“ Stimmt ja auch, es ist dringend und man weiß, man könnte sich jetzt nicht beherrschen und man wüsste nicht, wie man damit umgeht und noch fünf Minuten weiter in der Situation und die Katastrophe kommt. Und dann wird man vorübergehend eine Ausrede finden. Yogis würden ja sagen, man lügt nicht, „Ich habe was Dringendes zu tun.“ Das wäre ja was Dringendes und typischerweise haben die meisten Menschen Verständnis. Der Chef vielleicht nicht unbedingt, dann muss man manchmal das Gewitter erstmal über sich ergehen lassen, weil einem erstmal nicht anderes einfällt und danach kann man weitersehen, wie man damit umgeht. Aber wenn man dann diesen Moment dort irgendwo halbwegs gefunden hat, dann kann man eben sagen, „Aha, da ist also der eine in mir.“ und dann fragt man, „Was gibt es da noch für jemanden.“ und dann fragt man, „Gibt es da noch jemanden?“ Und dann wäre der nächste Schritt auch, „Was will ich denn eigentlich erreichen?“ Vielleicht kann ich es mal so aufschreiben. Also, es wäre so ein Schritt, erstens ist da die automatische Reaktion. Dann das zweite ist, einen Standpunkt einnehmen. Und der soll dann erstmal würdigen und danken. Also anders, als vielleicht viele eine Neigung haben, „Was ärgere ich mich da schon wieder?“, eben danken, „Danke Ärger, dass du da bist. Du willst mir damit etwas sagen.“ Vielleicht kann man sogar fragen, „Was willst du mir damit sagen?“ Und dann das nächste wäre, andere Teammitglieder rufen. Und das letzte wäre dann, vierter Schritt wäre, Ziel, „Was ist das Ziel, was will ich erreichen?“ Und dann überlegen, „Wie vorgehen?“ Ich nehme mal so ein Beispiel. Chef lehnt ab, dass man am Freitag zwei Stunden früher geht, weil man ins Haus Yoga Vidya nach Bad Meinberg fahren will und man hat schon Überstunden gemacht. Er sagt, „Nein, geht nicht.“ Was ist die automatische Reaktion? Frust, Ärger. Das nächste wäre dann, erstmal zu überlegen. Gut, hängt jetzt davon ab. Aber angenommen, man hat noch ein bisschen Zeit, dann schaut man, „Ja, da ist Ärger und der findet das nicht gerecht.“ und der hat ja auch seinen Grund dafür und man sagt, „Danke!“ Dann kann man sagen, „Gibt es nicht auch noch andere Teammitglieder dabei?“ und vielleicht gibt es ein Verständnis für den Chef, „Der ist durchaus ein bisschen unter Stress und er hat schon letzte Woche jemand anderem was abgelehnt. Außerdem hat er Ärger vielleicht entweder mit seinem Chef oder mit seiner Frau usw.“

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