Infos und Neuigkeiten zu Yoga, Meditation, Ayurveda und Spiritualität. Artikel von Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya
Das 2. Gesetz des Karmas bezieht sich auf die Gesetze der Gedankenkraft. Gedanken an sich sind eine Kraft; was man denkt, das wird man, wovor man Angst hat, das wird eintreten.
Deshalb sollte man sich bemühen, seine Gedanken schwergewichtig positiv zu machen. Man könnte versuchen Selbstvertrauen und Gottvertrauen zu entwickeln, so dass man seine Gedankenkraft in positiver Weise einsetzen kann. Ich schreibe betont schwergewichtig positiv, da es keinem Menschen gelingen wird, sein ganzes Denken positiv zu gestalten. Bei allem positiven Denken hat der Mensch auch so etwas was „Jung“ den Schatten genannt hat. Seine eigenen Schattenseiten, die man auch niemals ganz loswird. Jung, hat den Schatten auf zwei verschiedene Weisen verstanden. Schatten ist immer das, was vom Unterbewussten verdrängt wird, was man anschließend projiziert und wo anders bekämpft. Die eine Art von Schatten sind Eigenschaften, die man in sich trägt und mit denen man sich nicht identifiziert und wo es eigentlich gut wäre sie ab und zu mal zu leben um Vollständig zu werden. Es gibt z.B. Menschen mit einem unheimlichen Ordnungs-Fimmel. Es ärgert sie unheimlich wenn jemand unordentlich ist. Wenn man sich über Unordnung furchtbar ärgert, und selbst sehr ordentlich ist, dann ist diese Unordnung auch in einem. Das ist irgendein Schatten in einem, und es wäre vielleicht auch ganz gut, wenn man in seinem Leben auch mal ein kreatives Chaos lebt und nicht die andern bekämpft. Anders wäre es wenn man ein sehr ordentlicher Mensch wäre, es einen aber gar nicht stört wenn jemand unordentlich ist. Dann braucht man nicht überlegen, ob man jetzt irgendwie chaotisch sein muss. Man hat es nirgends hin projiziert. Es ist es für die Person kein Thema. Wenn man eher ein chaotischer Mensch ist, und es einen wurmt, wenn immer jemand so ganz ordentlich und strikt ist, und das einen furchtbar aufregt, dann hat man es projiziert. Es kann einen nur das ärgern, was man in sich selbst hat, was man selbst bekämpft oder verdrängt. Diese Art von Schatten sollte man in sich integrieren und auch leben. Man kann schauen was ärgert einem im andern Menschen besonders.
Aus dem unveröffentlichtem Buch "Reinkarnation und Karma" von Sukadev Bretz
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