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Infos und Neuigkeiten zu Yoga, Meditation, Ayurveda und Spiritualität. Artikel von Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya

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Die Aspekte von Karma Teil 3

Ich habe mal einen indischen Meister, der bei Swami Vishnu im Ashram war, gefragt was ich tun soll. Ich wüsste überhaupt nicht mehr was ich machen könne. Überall klebt sich das Ego dran. Das ist so wie Fliegenpapier, wenn man es hat, lässt es nicht mehr los. Das klebt und hängt sich überall fest. Er meinte: „Jeder in diesem Universum muss seine Aufgabe machen. Deine Aufgabe ist es dein Karma auszuführen, deine Handlungen zu tun, selbstlosen Dienst zu machen. Gottes Aufgabe ist es dich von deinem Ego zu befreien. Daher mach dir nicht zu viele Sorgen, Gott wird sich schon dafür sorgen. Ab und zu mal kannst du Gott darum bitten, dich von deinem Ego zu befreien.“ Gleichzeitig warnte er mich davor, vorsichtig zu sein, wenn ich Gott darum bitte. Nicht umsonst hat  Swami Sivananda das auch Übertektomie genannt. Der Begriff Übertektomie kommt aus der Medizin und bedeutet irgendwas raus schneiden. Swami Sivananda war Mediziner. Die Egobeseitigung ist wie eine Art Operation. Gott ist der Chefoperateur, und wenn man das Glück hat einen selbstverwirklichten Meister oder fast selbstverwirklichten Meister zu haben, dann arbeiten diese auch besonders am Ego. Wenn Menschen im Ashram sind, obwohl ich versuche es den Menschen  hier so angenehm wie möglich zu machen, bin ich überzeugt davon, dass Swami Sivananda die eine oder andere Katastrophe hier bewerkstelligt hat. So dass das Ego schmelzen kann. Man muss jedoch nicht in einem Ashram leben, um das Ego zu verkleinern. Jeder Mensch kann das jederzeit im täglichen Leben tun, wenn er dafür bereit ist.
Wenn wir aus dem Ego heraus handeln, wenn wir uns identifizieren, wunschverhaftet handeln, oder unsere Pflicht nicht richtig tun, schafft das neues Agami Karma.
Das Agami Karma landet dann im Sanchita Karma, welches der Speicher des Karmas ist. Dieser Speicher enthält all die Früchte unserer Handlungen, die noch nicht angefangen haben zu reifen. Diese unreifen Früchte sind dann so lange im Sanchita Karma bis es dann als Prarabda Karma, als Früchte wieder auf uns zukommt.
In der Yogalehre heißt es, dass wer regelmäßig Yoga übt das Karma beschleunigt, was bedeutet, dass die Wirkungen von Handlungen zügiger erfahren werden.
Im Folgenden möchte ich nun auf die Gesetze des Karmas näher eingehen.


Aus dem unveröffentlichtem Buch "Reinkarnation und Karma" von Sukadev Bretz

Informationen über Yoga und die Ausbildung zum Yoga-Lehrer erhalten Sie hier.






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