Infos und Neuigkeiten zu Yoga, Meditation, Ayurveda und Spiritualität. Artikel von Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya
Ach, es könnte alles so schön sein.Frühlingserwachen, zwitschernde Vögel, sprießendes Grün. Müsste man beim Stichwort sprießendes Grün nicht gleich an Nasenjucken, Niesanfälle und geschwollene Augenlider denken. Warum bloß macht einem der Körper ausgerechnet jetzt das Leben so schwer? Wer weiß das schon. Aber wenn man schon mal Tabletten schluckt und Blumenwiesen meidet, kann man die ganze Geschichte eigentlich auch mit ein bisschen mehr Gelassenheit angehen – und Yoga gegen Heuschnupfen üben.
Zum Beispiel mit Jala Neti, die yogische Nasenspülung. Und mit Pranayama, yogischen Atemtechniken. Jala Neti macht man am besten gleich nach dem Aufstehen. Drei Runden, bei Bedarf auch gerne mit heilsamem Ringelblumen- oder Kamillentee. Die Ujjayi-Atmung ist ein Knüller in Sachen Heuschnupfen- und Asthma-Linderung und noch dazu eine der legendären Verjüngungstechniken im Yoga. Dann noch ein paar Runden Wechselatmung, um die Atemwege zu stärken und zugleich überflüssigen Stress abzubauen. Herrlich, so viel frische Energie im Körper. Fehlen nur noch die Sonnengrüße zum Start in den Frühlingstag und Rückbeugen wie Fisch, Kobraoder Halbmond, die das Herz und die Lunge öffnen. Und eine sehr hilfreiche Ernährungsumstellung auf frische Lebensmittel ohne Milch und Zucker.
Das Ganze ist vielleicht etwas aufwendiger als Tablettenschlucken. Dafür gibt es aber auch viel neue Kraft und Lebensfreude. Mal sehen, wie lange der so gestärkte Körper braucht, um sich auch mit herumirrenden Pollen und Blütenstäuben wieder zu versöhnen. Wenn einen bis dahin mal wieder der Hafer sticht, kann man dank Yoga viel gelassener darauf reagieren. Und so lange tief und bewusst atmen, bis Niesreiz und Jucken von alleine verschwinden.
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Dietlind Arndt lebt und arbeitet seit Januar 2010 bei Yoga Vidya in Bad Meinberg.