Infos und Neuigkeiten zu Yoga, Meditation, Ayurveda und Spiritualität. Artikel von Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya
Zum Beispiel zum Wort an sich. Ha heißt übersetzt Sonne, tha Mond. Die Silben ha und tha zusammen meinen soviel wie Ausgeglichenheit und Einheit - zum Beispiel der passiven und aktiven Energien im Körper. Aber - wer hätte das gedacht - sie bedeuten auch Anstrengung. Man sieht: Yoga ist mehr als müheloses Entspannen. Asanas können uns auch wunderbar unsere Grenzen zeigen und uns an die Verantwortung für’s eigene Leben erinnern.
Swami Sivananda beschrieb Hatha-Yoga als einen von sechs Yoga-Wegen. Und am Anfang von allen sechs steht ausgerechnet die Frage, die wir in der Welt des westlichen Wirtschaftswunders so gerne meiden: Wofür und warum lebe ich eigentlich? Oder auch: Was ist der Sinn von all dem? Fragen, die Yoga vom Fitnessstudio um die Ecke unterscheidet, und die die Yoga-Weisen dieser Welt vermutlich am meisten interessiert. Darum eignen sich Asanas und Atemtechniken auch so wunderbar, um neue Lebensfreude, Ideen und Inspirationen zu sammeln. Das gelegentliche Überwinden des inneren Schweinehundes lohnt sich dafür allemal. Frei nach dem Lieblingssatz von Swami Sivananda: „Ein Gramm Praxis ist besser als Tonnen von Theorie”. Und übrigens: Asanas kann man sogar im Tiefschnee üben - und dabei auch noch jede Menge Spaß haben. Als kleine Inspiration für’s eigene Üben folgen an dieser Stelle demnächst weitere Beiträge zum Thema Hatha-Yoga.
Dietlind Arndt lebt und arbeitet zur Zeit als Praktikantin bei Yoga Vidya in Bad Meinberg