Infos und Neuigkeiten zu Yoga, Meditation, Ayurveda und Spiritualität. Artikel von Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya
In unserer Tradition weniger. In Indien werden schon die Pidris und die Manen irgendwo verehrt und da sind die öfters zusammen, aber bei unserer Tradition wollen wir uns ans höchste Wenden. Und so die Hoffnung sich künftig noch einmal mit der Familie zu reinkarnieren ist jetzt nicht eine besondere Hoffnung, wir wollen die Selbstverwirklichung erreichen. Und mit Familie haben wir ein besonderes Karma, aber wir wollen uns nicht ständig wieder inkarnieren. Also wenn man ein hohes Ideal hat, dann ist das nicht nötig. Aber wenn man an die Familie denkt, kann man auch Licht hinschicken. Und wenn man das Gefühl hat, dass jemand in der Verwandtschaft keinen schönen Tod hatte und sich noch nicht erhoben hat, dann kann man auch das Bild eine Weile auf den Altar stellen, im Sinne von Lichtgedanken schicken. Oder wenn man eine selbstverwirklichte Meisterin in der Vorfahrenschaft hat, kann man auch das Bild hintun. Ansonsten würde man jetzt nicht die Vorfahren verehren. Das wäre etwas, was uns mehr in der Zwischenebene hält. Nicht, wenn man das Ziel der Selbstverwirklichung hat.
Ich würde dann dieses fortgeschrittene Pranayama nicht ansagen. Wenn sie nicht regelmäßig praktizieren, da ist da irgendwo nicht so das Volle da. Wenn Du unterrichten willst, empfehle ich Dir auch die Weiterbildung, Unterrichten von fortgeschrittenem Pranayama. Da lernst Du auch, welche Voraussetzungen die Teilnehmer mitbringen müssen, wie Du umgehen musst, wenn da bestimmte Erfahrungen auftreten. Du kannst natürlich das Pranayama auch ein bisschen intensivieren. Du könntest auch die Wechselatmung ein bisschen länger machen, aber ohne Chalandra Banda und Mula Bandha. Du könntest auch bei einer fortgeschrittenen Gruppe am Ende nochmal eine Art gesteigertes Kabalabhati machen, aber nicht Bauch und Brust.