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Infos und Neuigkeiten zu Yoga, Meditation, Ayurveda und Spiritualität. Artikel von Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya

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Erschwerte Bedingungen

Und jetzt kommen da erschwerte Bedingungen dazu, es gibt einen absoluten Kündigungsschutz. Wir können keinem, der dort ist, sagen, „Bye, bye. Sage mir, wie viel zu haben willst und dann kriegst du eine Abfindung und dann sehe ich dich nie wieder. Du bist ab jetzt freigestellt. Notfalls fechten wir das vor dem Arbeitsgericht aus.“ Wir können ihn auch nicht raus mobben, das klappt auch nicht. Egal, was wir anstellen, wir kriegen den nicht rausgemobbt. Vielleicht können wir ihn transformieren und das Gute verbessern, das schon. Oder auch, wenn wir die Analogie des Staatswesens nehmen. Wir können keinen in die Verbannung stecken, es gibt nicht die Möglichkeit der Todesstrafe, noch nicht mal die Möglichkeit des Gefängnisses. Das ist also jetzt der Zustand, den wir haben, und jetzt gilt es, damit umzugehen. Und es gilt, dass wir Rajas werden, nämlich die Führungsrolle einnehmen und dass wir uns nicht identifizieren mit einem Teil von uns, einem Wesenszug in uns, einem Anteil oder man kann sagen, einem Mitglied unseres Staatswesens oder eines Teammitglieds. Ich gebe da so ein Beispiel. Angenommen, wir sind ärgerlich. Gebrauchen wir wieder dieses Beispiel. Typischerweise, wenn Menschen ein Seminar über Gelassenheit besuchen, eine der Sachen, die sie manchmal etwas stört, ist Ärger. Deshalb greife ich jetzt dieses Beispiel heraus. Angenommen, wir sind ärgerlich. Jetzt ist erstmal die Fragen – vorher habe ich es vom Kundalini-Yoga-Standpunkt aus gesehen, da ist Ärger gut, weil es Energie erweckt. Aber angenommen, man ist ärgerlich, wenn man sich jetzt damit identifiziert, dann ist dort nicht Ärger in einem drin, sondern man ist Ärger. Und dann ist man von Kopf bis Fuß Ärger und dann ärgert man sich noch dazu über sich, weil, „Ich bin ja jetzt Ärger.“, aber andererseits weiß man, dieser Ärger ist jetzt auch nicht unbedingt hilfreich. Und gerade Menschen, die zum Yoga hingezogen sind, sind ja Menschen, die auch Selbstreflexion haben und die wissen, dass nicht alle Probleme nur von anderen verursacht sind, sondern dass da auch irgendwo man selbst einen gewissen Anteil hat. Also ärgert man sich nicht nur über den anderen, sondern noch dazu über sich selbst, dass man sich über den anderen ärgert. So hat man doppelten Ärger und verkompliziert sein Leben weiter. Man kann es übrigens noch weiter verkomplizieren, denn man weiß ja, man sollte liebevoll mit sich umgehen. Dann ärgert man sich erstens über den anderen, zweitens über sich selbst, dass man ärgerlich war und drittens über sich selbst, dass man schon wieder nicht freundlich mit sich umgegangen ist. Aber das hängt irgendwo alles damit auch zusammen, man identifiziert sich damit. Jetzt der Standpunkt des Raja Yogis wäre mehr – vielleicht male ich euch doch noch ein kleines Bild dort auf und werde euch noch mal fünf Sanskritbegriffe an den Kopf werfen oder nicht an den Kopf, nur an die Tafel werfen.

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