Overblog Alle Blogs
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Infos und Neuigkeiten zu Yoga, Meditation, Ayurveda und Spiritualität. Artikel von Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya

Werbung

Schwierigkeiten haben ihren Sinn

Auch eine interessante Sache. Und so, meine Frau, die auch schon mal bei geistig Behinderten, sie war mal Krankenpflegerin - aber dann auch in einer Institution, wo eben geistig Behinderte waren, schon auch schwerere Grade - und die hat mir auch erzählt, da waren eine ganze Menge von Menschen, die sie sehr schätzen gelernt hat. Leid hat seinen Sinn, Schwierigkeiten haben ihren Sinn und irgendwie wachsen wir. Und sei es, dass etwas kommt, z.B. angenommen, irgendein Kompagnon betrügt einen. Es heißt, dass man erfährt, wie es ist, betrogen zu werden. Sei es, dass man mal lernt, auch richtig Ärger zu spüren. Auch das gehört zum Leben dazu. Sei es, dass man spürt, Ärger und Trauer und Wut und Frustration mal zu spüren. Auch daran wachsen wir. Und das ist diese Lebenseinstellung, die wir gerade im Jnana Yoga haben. Alles, was kommt, hilft uns irgendwie auf unserem Weg weiter. Übrigens auch interessant, vor kurzem habe ich auch so eine Hörsendung gehört, noch mal was heißt, der Mensch kann nicht anders als lernen. Es geht gar nicht anders. Wir lernen immer etwas. Selbst der dümmste Fernsehfilm, irgendwas lernt man dabei. Selbst die langweiligste, stupideste Tätigkeit, irgendwas lernt man auch dabei. Mensch kann nicht anders als irgendwo lernen. Das Hirn ist so gemacht, dass es ständig lernen will. Das ist bei fast allen Lebewesen so, beim Menschen ist es in besonderem Maße so. Und das kann man dann noch weiter sehen, nicht nur das Hirn, im Sinne von, will neue Fähigkeiten lernen, sondern wir wachsen auch und wir entwickeln uns auf dem spirituellen Weg. Und so möchte ich euch auch dazu ermutigen, dass vielleicht mindestens mal als Arbeitshypothese stehen zu lassen, denn beweisen kann ich es euch ja nicht. Ich kann es noch nicht mal für mich selbst beweisen. Aber ich weiß, von dieser Hypothese auszugehen, macht das Leben irgendwo sinnvoll, es hilft, es anzunehmen und es hilft definitiv zu einer inneren Gelassenheit dabei. Ohne eben, wie gesagt, den Zwang, dass man gleich wissen muss, wozu etwas ist. Irgendwann vor zwei Jahren hatte ich irgendwann mal so einen Zeckenbiss gehabt und das hat man irgendwo falsch behandelt, falsche Antibiotika verschrieben und dann kam noch ein Fahrradunfall dazu und dann haben sich Symptome vermischt, dann hat sich das irgendwann zu einer Neuroborreliose entwickelt, was irgendwann zu einer Lähmung des Beines geführt hatte. Und es ging so weit, dass irgendwo mein Hirn mit angegriffen wurde und mein Bewusstsein irgendwo sich geändert hatte. Gut, nachher habe ich dann die richtigen Antibiotika gekriegt und dann hat es dann auch funktioniert und es ist dann auch wieder geheilt worden, aber es war auch eben irgendwo eine interessante Phase und ich möchte die Phase nicht missen. Es war zum einen, zu lernen, auch mal auf Hilfe von anderen angewiesen zu sein. Zu lernen, dass irgendwo ein einfaches Bakterium auch den Gemütszustand erheblich beeinflussen kann. Aber dennoch, dass man lernen kann, sich selbst davon zu lösen und Zugang zu finden zu einer höheren Wirklichkeit. In dem Moment war es vielleicht nicht immer gleich klar, was das heißt. Aber diese Erfahrung, irgendwo die Kontrolle schrittweise über Körper und Geist zu verlieren, war im Nachhinein eine interessante Erfahrung und eine wertvolle und eine wichtige.

Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post