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Infos und Neuigkeiten zu Yoga, Meditation, Ayurveda und Spiritualität. Artikel von Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya

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Philosophische Interpretation

Das sind mindestens manche philosophische Interpretationen der modernen Physik, aber das ist dann theoretisch. Oder wenn dann von dem Seienden gesprochen wird, wo man eben auch von einem Philosophischen ausgeht. Und auch eben durchaus ähnlich, also manches, was Heidegger sagt, manches, was Hegel sagt, manches, was Platon beschreibt, das ist durchaus die Aussage, es gibt irgendetwas Höheres, egal, wie man das nennt. Aber hier ist der Unterschied, es ist nicht nur eine Philosophie, sondern es ist etwas Erfahrbares. Wir können es erfahren und wir wollen es. Gut, wollen wir es? Vielleicht. Also, ich will es. Und nicht nur, man will es, sondern wir müssen auch nicht warten… Eigentlich, es gibt Moksha in kleineren und größeren Graden. Es gibt es im Kleineren, da habe ich euch ja das Beispiel gebraucht, sich einfach mal zwischendurch einen Moment Zeit nehmen und Schönheit genießen. Und diese Schönheit, die man genießt, spüren, als ein Ausdruck einer höheren Wirklichkeit. Und es gibt dann natürlich die höheren Grade von Moksha, wo man wirklich die tiefe Erfahrung macht, dass alles eins ist. Und vermutlich haben sogar einige von euch schon mal eine solche Erfahrung gemacht. Vielleicht in einem Naturerlebnis, vielleicht irgendwann mal auf einem Gebirge, vielleicht sogar hier gibt es ja über tausend Meter hohe, vielleicht mal in einer Grenzerfahrung, in irgendeinem, wo es besonders intensiv… Vor kurzem hat mir jemand erzählt, er hat es beim Marathonlaufen erfahren, wo es irgendwo nach dreißig Kilometer - ich weiß nicht, ob jemand von euch schon mal Marathon gelaufen ist. Da scheint es irgendwo, auch der trainiert ist, nach dreißig Kilometern, der intensive Wunsch aufzuhören, wenn man darüber hinauskommt, plötzlich läuft es dann weiter und dann könnte dann - Physiologen würden vielleicht von irgendeinem Endomorphinschub im Hirn dort sprechen und gesteigerte Serontoninausschüttung, um Schmerz zu betäuben, das wäre eine physiologische Erklärung. Aber es gibt auch noch eine andere Erklärung, dass man dann irgendwo seine Grenzen dort transzendiert und dann - nicht für jeden Marathonläufer, aber für manche - kommt dann so eine Einheitserfahrung und eine Verbundenheitserfahrung. Und dann gibt es den höchsten Grad von Moksha, wo das zur dauerhaften Erfahrung wird, dass alles ein Ausdruck des gleichen Höchsten ist.

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