Infos und Neuigkeiten zu Yoga, Meditation, Ayurveda und Spiritualität. Artikel von Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya
Gibt es ein Leben nach dem Tod oder ist das Leben mit dem Tod zu Ende? Was passiert mit mir, wenn ich sterbe? Gibt es Himmel und Hölle? Wie könnte ein Leben nach dem Leben aussehen? Diese Fragen stellen sich viele Menschen seit Jahrzehnten immer und immer wieder.
Es ist geradezu für das Menschsein charakteristisch, dass er sich Gedanken macht über das Leben nach dem Tod. Der Mensch hat im Unterschied zum Tier Vernunft und ein entwickeltes Ichbewusstsein. Kraft der Vernunft hat der Mensch die Fähigkeit, über Vergangenheit und Zukunft nachzudenken. Der Mensch weiß: Der Körper ist vergänglich. Der Körper hat einen Anfang und ein Ende. Die Auseinandersetzung mit dieser Vergänglichkeit war sicherlich eine Quelle von Philosophie und Religion. Vernunft verknüpft mit Ichbewusstsein lässt den Menschen fragen: Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich?
Eine der Haupttriebfedern aller Lebewesen ist der Selbsterhaltungstrieb. Beim Menschen ist dieser Selbsterhaltungstrieb verknüpft mit der bewussten Erkenntnis, dass der Körper vergänglich ist. So ist die Urangst der Vergänglichkeit immer irgendwo im Hintergrund des Bewusstseins bzw. des Unterbewusstseins.
Der Mensch ist ein Lebewesen, welches nach Sinn strebt. Der Psychiater Victor Frankl, Begründer der Logotherapie, meinte, dass das Streben nach Sinn wichtiger für den Menschen sei als alles andere, wichtiger als Glück, wichtiger sogar als das eigene Überleben.
Da kommt die Frage auf: Was macht vor dem Hintergrund der Vergänglichkeit wirklich Sinn?
Aus dem unveröffentlichtem Buch "Reinkarnation und Karma" von Sukadev Bretz
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