Ich erzähle gerne ein Beispiel was diese Ansichten verdeutlich. Ich habe Mal eine Weile in Los Angeles verbracht, 2-mal in Hollywood selbst, wo es auch ein Zentrum gab. Später bin ich dann in West LA umgezogen. Dort war ich über 2 Jahre. Los Angeles ist umgeben von Wüste. Jetzt angenommen ich würde wieder nach Los Angeles fahren wollen, und lade einen Mitarbeiter ein dort mit mir dort hinzu fahren, mit mir durch die Wüste zu gehen und der Mitarbeiter würde mitkommen. Wir würden in der Wüste meditieren, und dann irgendwo weiter fahren und irgendwann hätte das Auto einen Schaden bekommen, und wir kämen nicht weiter. Der Mitarbeiter wäre jetzt ein guter Mechaniker, dem es trotzdem nicht gelingen würde, das Auto wieder ans Laufen zu bekommen. Wir würden zu Fuß durch die Wüste gehen. Es würde immer heißer werden und wir würden uns verirren. Da ich schon einige Wüstenerfahrung hätte, hätte ich mir noch eine zusätzliche Wasserflasche mitgenommen, nicht nur eine hier, sondern irgendwo hätte ich noch einen Gürtel mit Wasser, davon weiß aber der Mitarbeiter nichts. Dann käme mir in den Sinn, dass ich das Wasser jetzt besser für mich behalte, so dass wenigsten einer von uns überlebt. Und dann erfindet der Geist noch einige andere Rationalisierungen warum es besonders wichtig ist, dass man selbst überlebt. Und der Mitarbeiter weiß nichts davon, und er fällt immer weiter zurück, und wenn er nicht schaut, dann trinke ich schnell. Der Mitarbeiter führt dies alles auf meine fortgeschrittenen yogischen Techniken hin zurück. Nehmen wir an die Geschichte hätte ein gutes Ende. Wir würden eine Oase erreichen, ich vielleicht ein bisschen früher als er. Dann würde ich dafür sorgen, dass er geholt und gerettet wird. Ich werde dann als großer Retter gefeiert, keiner weiß davon, was ich vorher gemacht habe. Wäre das das Ende der Geschichte? Nein, denn es wäre meine Aufgabe gewesen mich um ihn zu kümmern. Eigentlich sogar meine Pflicht den Gast überleben zu lassen, anstelle von mir. Aber ich habe es in Kauf genommen, was man zwar menschlich Verstehen kann, dass jemand anderes leidet. Und so wird es passieren dass ich irgendwann mal an Wassermangel leide. Es muss jetzt nicht sein dass der Mitarbeiter mich später mal in die Wüste einlädt. Es kann passieren, dass ich irgendeine Krankheit habe, die mir es unmöglich macht irgendetwas zu trinken. Ich kann eine Krankheit bekommen, die mich entwässert, wo ich riesigen Durst habe, und ich kann nichts ändern. Kann aber auch sein, dass ich irgendwann alleine in die Wüste fahre, und kein Wasser habe usw. Irgend so was wird geschehen, das ist das Gesetz der Kompensation. Die Bibel drückt es irgendwo noch brutaler aus. „Mein ist die Rache, spricht der Herr.“ Muss nicht in diesem Leben sein, kann auch im nächsten Leben sein.
Aus dem unveröffentlichtem Buch "Reinkarnation und Karma" von Sukadev Bretz
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