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Infos und Neuigkeiten zu Yoga, Meditation, Ayurveda und Spiritualität. Artikel von Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya

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Die Gesetze der Gedankenkraft Teil 4

Ich möchte noch eine kleine Geschichte von einem Vogelpaar beschreiben.

Es war einmal ein Vogelpaar das ein Nest gebaut hatte. Sie haben dann ihre Eier hineingelegt und sich beide um diese gekümmert. Der Baum stand am Strand, unmittelbar am Meer. Eines Tages kam plötzlich eine große Springflut und die Springflut hat dieses Nest vernichtet. Jetzt waren unsere beiden Vögel natürlich sehr verzweifelt. Sie überlegten was sie machen können und schließlich beschlossen sie, sie würden den Ozean leeren, um das Nest mit den Eiern zurück zu bekommen. Sie fassten den heroischen Entschluss und nahmen 2, 3 Tropfen Wasser in ihren Schnabel, flogen auf die andere Seite des Berges, flogen wieder zum Meer zurück und nahmen wieder 2,3, Tropfen Wasser in den Schnabel, flogen wieder zur anderen Seite des Berges, ließen die 2,3 Tropfen herunter und flogen so hin und her. Jetzt gab es dort zu der Zeit einen Weisen mit Namen Agastia. Dieser Agastia war eigentlich dabei zu meditieren. Als er gerade die Augen aufmachte sah er wie die Vögel immer nach links und rechts flogen. Es war eine schöne Nackenübung für ihn, aber schließlich fragte er sich, was die Vögel da bloß treiben. Schließlich fragte er sie: „Was macht ihr hier?“ Sie antworteten ihm: „Siehst du das nicht wir leeren den Ozean“. „Warum den das?“ wollte der Weise daraufhin wissen. „Na ganz einfach, der Ozean hat unser Nest weggenommen und unsere Eier sind weg, und jetzt leeren wir den Ozean, um das Nest wieder zu finden.“ Agastia schaute sich das ein paar Minuten an, schließlich hatte er Mitleid mit den Vögeln. Er ging zu dem Ozean hin und  machte mit der Hand eine bestimmte Mudra, wiederholte bestimmte Mantras, und dann floss der ganze Ozean in seinen Mund. Er verschlang den Ozean. Der Ozean wurde  Zentimeter für Zentimeter immer weniger und plötzlich kam der Ozeangott und fragte Agastia was er da mache. „Ich schlucke dein Wasser, weil du diesen Vögeln ihr Nest weggenommen hast. Ich werde so lange das Wasser trinken bis das Nest wieder auftaucht.“ Der Ozeangott erwiderte: „Weißt du nicht, dass das in ihrem Karma ist das sie ihr Nest und ihre Eier verlieren?“ „Schön“ meinte Agastia „aber dann ist es dein Karma alles Wasser zu verlieren.“ Gut schließlich gab der Ozean das Nest zurück und Agastia spuckte das Wasser wieder aus, ein sehr vollständiges Kunjarkriya. Es heißt, dass das Wasser, das durch den großen Heiligen floss, gesegnet worden ist, ein Grund weshalb am Meer eine gute Schwingung herrscht.

Man kann diese kleine Geschichte folgendermaßen interpretieren. Agastia symbolisiert die Gedankenkraft. Objektiv gesehen ist es unmöglich, dass die Vögel den Ozean leeren können. Es ist zu wenig, nur Tropfen in den Schnabel zu nehmen, selbst wenn es mehr wäre, wenn sie jetzt Kubikkilometer Weise das Wasser rauspumpen könnten würde es wieder irgendwo herunter fließen. Und wo sollte man es aufbewahren. Objektiv betrachtet ist es unmöglich, aber die Gedankenkraft kann auch das objektiv Unmögliche möglich machen. Unsere Gedankenkraft kann so stark sein.

 

Aus dem unveröffentlichtem Buch "Reinkarnation und Karma" von Sukadev Bretz

 

Informationen über Yoga und die Ausbildung zum Yoga-Lehrer erhalten Sie hier.

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