Infos und Neuigkeiten zu Yoga, Meditation, Ayurveda und Spiritualität. Artikel von Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya
Es gibt fünf verschiedene Gesetze des Karmas.
Die direkten Gesetze, die Naturgesetze, im engeren Sinn die physikalischen und chemischen Gesetze, die Gesetze von Gesundheit und Kommunikation. Wenn man z.B. einen Hammer loslässt, dann fällt er entsprechend den Naturgesetzen runter. Wenn man den Hammer loslässt, dann schafft man Agami Karma, solange er in der Luft ist, ist es Sanchita Karma und sobald er aufschlägt, ist es Prarabda Karma. Wenn jemand an jedem Tag 30 Zigaretten raucht, wenn er dann mit 40 Jahren nicht mehr richtig atmen kann, mit 50 Jahren Lungenkrebs hat und mit 55 Jahren stirbt, dann sind die direkten Gesetze des Karmas, die direkten Gesetze der Gesundheit. Wenn jemand ein Schreibtischhengst ist und sich nicht genügend bewegt, braucht er sich nicht zu wundern, wenn er Rücken- oder Knieprobleme bekommt. Wer 16 Stunden am Tag schuftet und sich nicht zwischendurch entspannt, der kann schon mit 40 Jahren einen Herzinfarkt bekommen. All dies sind direkte Gesetze der Gesundheit. Wenn man immer unfreundlich ist, braucht man sich nicht zu wundern, wenn man seine Freunde verliert. Wenn man sich nie wehrt, wenn man immer zu allem ja und amen sagt, dann wird man in eine Opferrolle gedrängt.
Jeder spirituelle Aspirant sollte diese direkten Gesetze beachten. Er sollte seinen Körper gesund halten, indem er z.B. Asanas und Pranayama übt und sich richtig ernährt und die anderen Säulen des Hatha Yoga beherzigt.
Ferner ist es wichtig, auch im Umgang mit anderen Menschen geschickt zu sein. Im 2. Kapitel der Bhagavad Gita, einer heiligen indischen Schrift, steht geschrieben: „Yoga ist Geschick im Handeln.“ Wenn man das Gefühl hat, immer und überall wo man hingeht, zu vereinsamen und keiner einen mag, dann sollte man überlegen, wie man mit Menschen anders umgehen kann. Wenn man das Gefühl hat man wird überall ausgenutzt, dann soll man nicht sein Karma beklagen, wie man in früheren Leben, Menschen ausgenutzt haben muss, dass es in diesem Leben auch so geschieht, sondern gerade in unserer Gesellschaft wo wir sehr viele Freiheitsgrade haben, ist das ziemlich sicher ein Zeichen, dass man lernen muss in Situationen anders zu handeln. Also geschickt sein und die direkten Gesetze im Umgang mit anderen Menschen beachten. Und auch wenn man feststellt, dass man schon den 6. Partner hat und immer wieder an die gleichen Probleme kommt nicht sagen, was muss ich doch für ein schlimmes Karma haben. Eventuell ist es gut mal eine Therapie zu machen, um zu lernen anders mit seinem Partner oder Partnerin umzugehen. Es kann auch gut sein ein oder mehrere Bücher zu lesen oder sich mit Menschen zu beraten. Auch sollte man mit sich, mit den Menschen mit denen man zusammen ist und allen anderen immer freundlich umgehen. Dies sollte man als spiritueller Aspirant nie aus den Augen verlieren. Viele Menschen laufen vor diesen Aspekten lieber davon.
Aus dem unveröffentlichtem Buch "Reinkarnation und Karma" von Sukadev Bretz
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