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Infos und Neuigkeiten zu Yoga, Meditation, Ayurveda und Spiritualität. Artikel von Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya

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Swar Loka - Höhere Ebenen nach dem Tod Teil 3

Oder er kann auch den physischen Körper aufgeben und in subtilen Ebenen weiter existieren. Das sind zum Beispiel  die so genannten Siddhas. Es gibt Siddhas im verschiedenen Sinne. Im Sinn der Hatha Yoga Pradipika und Yoga Vasihtha ist dies jemand, der fast die Vollkommenheit erreicht hat. Ein Siddha in diesem Sinn ist jemand, der fast vollkommen ist, sich aber entschieden hat, sich Brahman bewusst zu sein, aber noch nicht mit Brahman zu verschmelzen. Er existiert dann in einer subtilen Form ohne Körper, um den Suchenden immer wieder zu helfen, sie inspirieren und ihnen gegebenenfalls zu erscheinen, wenn dies notwendig ist.

Als ein solcher Siddha gilt zum Beispiel Hanuman, er gilt nicht wie Shiva oder Vishnu als Manifestation von Ishvara sondern er soll als solcher gelebt haben und noch da sein. Wenn man Hanuman anruft, dann kommt er, existiert auf subtile Weise und kann helfen. Dies gilt auch für Dattatreya sowie für verschiedene Hatha Yoga Meister wie Gorakshanath, Gheranda, Swatmaranda und Agastya. Der Bekannteste Siddha in unserer Zeit ist der sogenannte Babaji von Yogananda, der Lehrer von Yogananda. Babaji heißt wörtlich übersetzt verehrter Vater, in Indien wird jeder Lehrer ab einem bestimmten Alter als Babaji angeredet.

Siddhas können wenn sie wollen befreit werden. Sie können dazu wieder auf der Erde inkarnieren, um dort dann Jivanmukti zu erlangen, die lebendige Befreiung. Wer Jivanmukti erreicht hat, wird als Jivanmukta, lebendig Befreiter, bezeichnet. Ein Jivamaukti löst nach dem physischen Tod den physischen Körper, den Astralkörper und den Kausalkörper auf und verschmilzt mit Brahman.

Das heißt aber nicht, dass man dann für diese Welt nutzlos verloren gegangen ist. Man verschwindet nur als Individuum, die Gedankenform bleibt erhalten. Diese wird zu einem Kanal von Ishvara. Von Swami Sivananda heißt es, dass er die Selbstverwirklichung erreicht hat. Nach seinem Tod hat er den physischen Körper, den Astralkörper und den Kausalkörper aufgelöst; er existiert also nicht mehr als Person. Es gibt aber viele Menschen, die noch Visionen von Swami Sivananda haben. Ein solcher Meister existiert nicht mehr als Person, die Gedankenform aber bleibt erhalten und Gott spricht zum Menschen durch diese Gedankenform, also erscheint dem Menschen durch diese Form. Dies gilt auch für Jesus, Jesus ist Gott und Mensch zugleich, er existiert in dieser Form. Menschen haben Visionen von Jesus und sie fühlen, dass sie von ihm geführt werden. Aber Jesus ist eins mit dem Vater und damit wirkt nicht er, sondern Gott durch ihn. Dieses gilt für alle selbstverwirklichten Meister.

Für die Evolution braucht man einen physischen Körper, dies gilt als Karmabhumi, als die Ebene des Karmas, in der man wachsen kann.  Die Ebenen der Astralwelten und Kausalwelten gelten eher als Boghabumi, als Ebenen des Genusses. Um aber weiterzukommen, muss man sich so lange wieder inkarnieren, bis man die höchsten Ebenen von Swarloka und damit Videhamukti, die schrittweise Befreiung erreicht hat.

 

Ich habe jetzt relativ sachlich über die Erfahrung der großen Meister gesprochen. Wir müssen uns vergegenwärtigen, dass deren Erfahrung unbeschreiblich ist. Sie haben Zugang zu anderen Ebenen und Dimensionen. Wir können uns ihren Bewusstseinszustand nicht vorstellen. Wir können aber danach streben, diesen zu erreichen.

 

Aus dem unveröffentlichtem Buch "Reinkarnation und Karma" von Sukadev Bretz

Informationen über Yoga und die Ausbildung zum Yoga-Lehrer erhalten Sie hier.

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