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Infos und Neuigkeiten zu Yoga, Meditation, Ayurveda und Spiritualität. Artikel von Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya

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Wie reinkarniert man sich wieder? Wie geht es nach Bhuvar Loka weiter? Teil 1

Der Länge der Zeit, die man im Bhuva Loka verbringt, kann ganz unterschiedlich sein. Das kann ein paar Tage sein, Jahre sein, Jahrhunderte sein. Die Empfindung der Zeit auf der Ebene ist eine andere als die Empfindung der Zeit auf der physischen Ebene. Es heißt sogar, dass man auch rückwärts in der Zeit wiedergeboren werden kann. Selbst das soll möglich sein.

Das Normale ist, dass man aus Bhur Loka irgendwann, wenn die Zeit dort erschöpft ist und das Karma dort erschöpft ist, zurück nach Bhur Loka geht. In Bhur Loka wird man dann angezogen von einem Embryo, der gerade neu gezeugt wurde und der in der Lage ist, einem das Karma zu ermöglichen, für das man geschaffen ist.

Manchmal liest man, dass man sich bewusst aussucht, wo man sich reinkarniert. Man schaut mal, was alles für Möglichkeiten da sind und überlegt: Was passt mir am besten? Das darf man sich nicht vorstellen wie in einem Versandhauskatalog oder einem Internetbestellshop. Wenn man sich das bewusst aussuchen könnte, dann würden sich erheblich weniger Menschen in Zentralafrika, Afghanistan oder Irak inkarnieren. Vielmehr wird man durch sein Karma zu einem bestimmten Embryo, einer bestimmten Familie angezogen. Man kann sagen: von einem höheren Standpunkt hat man es sich ausgesucht. Das höhere Selbst sucht den Körper aus, der einem die Erfahrungen geben kann, die man braucht.

Der erste Schritt der neuen Reinkarnation ist die Empfängnis. Und der Moment der vollen Inkarnation nach dieser Theorie ist der Moment der Geburt. Das kann eine wichtige Frage sein, die Frauen sich stellen: Abtreibung ja oder nein. Vom yogischen Standpunkt aus ist ab dem Moment der Empfängnis tatsächlich schon ein Wesen da, weshalb es normalerweise nicht richtig ist abzutreiben. Aber es ist auch keine Vollinkarnation da. Abtreibung ist kein Mord, wie wenn man ein Neugeborenes erdrosseln würde. Also noch einmal etwas anderes, eine Art Vorstufe, die da ist. Wenn jemand von euch schon abgetrieben hat, ist es nicht so, dass die Betreffende einer Seele die Inkarnation verbaut hat. Vermutlich hat inzwischen die die Seele schon einen neuen Fötus gefunden. Es ist also kein dauerhafter Schaden entstanden. Manche Frauen sind nach der Abtreibung lange Zeit belastet. Ich hatte auch schon Frauen in Gesprächen und Beratungen gehabt, die vor 30 Jahren eine Abtreibung hatten und bis heute ein schlechtes Gewissen haben. Ein gewisses Karma ist da vielleicht erzeugt worden, aber der Seele ist kein bleibender Schaden zugefügt worden. Sie wird einen anderen Weg finden. Wenn man das Gefühl hat, dass die Seele einem immer noch nah ist und deshalb einem nahe auf dieser Ebene ist, dann kann man Om Tryambakam wiederholen und kann dort Licht und Kraft schicken. Dann hat man seinen Fehler, wenn man es vielleicht ein oder zwei Jahre lang macht, wieder mehr als gut gemacht und die Seele hat dann viel Licht um auch einen neuen Körper zu suchen.

Im Mutterleib kann es auch geschehen, dass eine Seele nach ein paar Wochen oder Monaten wieder den Embryokörper verlässt. Das kann dann entweder zu Fehlgeburt führen oder dazu, dass eine andere Seele diesen Embryokörper beseelt. Bei den meisten der von Ian Stevenson untersuchten Reinkarnationsfälle war die Zeit zwischen Tod und Geburt unter einem Jahr, manchmal sogar nur wenige Tage oder Wochen.

 

Aus dem unveröffentlichtem Buch "Reinkarnation und Karma" von Sukadev Bretz

Informationen über Yoga und die Ausbildung zum Yoga-Lehrer erhalten Sie hier.

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